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Marketing-Trends: Was geht, was bleibt, was kommt?

Veröffentlicht am 06.05.2022

In den letzten Jahren hat sich unser Alltag grundlegend verändert. Die andauernde Pandemie hat uns vor neue Herausforderungen gestellt – und gleichzeitig neue Türen geöffnet. Das gilt auch für die Werbebranche: Einerseits gibt es im digitalen Zeitalter immer mehr Möglichkeiten, Kunden zu erreichen. Andererseits macht es die zunehmend komplexe Medienwelt immer schwieriger, effektive Customer Journeys zu kreieren. Ein Blick auf aktuelle Marketing-Trends zeigt, wie das in Zukunft gelingen kann. 
 
  • Welche Plattformen und Kanäle sind auf dem Vormarsch? 
  • Welche Rolle spielen immaterielle Werte bei der Vermarktung? 
  • Und ist Print wirklich ein Auslaufmodell? 
 
Diesen Fragen gehen wir hier auf den Grund. 
 
 

WARC-Studie: Neuer Print-Trend im Marketing

 

„Driving Effectiveness Through Direct Mail“ – so lautet der Bericht einer Studie, die das World Advertising Research Center (kurz WARC) in Zusammenarbeit mit Royal Mail Marketreach durchführte. Diese Studie untersuchte die Einstellung von jüngeren Zielgruppen gegenüber Direct Mailing. Das Ergebnis: Nahezu die Hälfte der 15- bis 24-Jährigen (auch bekannt als „Generation Z“) reagiert positiv auf postalische Werbebriefe. 
 
  • 42 Prozent der Befragten, die eine Sendung erhielten, suchten daraufhin online nach der Marke.
  • 84 Prozent der Befragten, die einen QR-Code aus der erhaltenen Sendung gescannt haben, interagierten danach online mit der Marke.

 

Diese Zahlen belegen wieder einmal: Printwerbung ist nicht trotz, sondern gerade wegen der fortschreitenden Digitalisierung zum neuen Marketing-Trend geworden. Das hat den Forschern des WARC zufolge vier Gründe:
 
  • Print-Mailings werden deutlich bewusster wahrgenommen als Online-Anzeigen.
  • Direktwerbung punktet mit einer personalisierten Ansprache, die exakt auf die Zielgruppe zugeschnitten ist.
  • Persönliche Werbebriefe vermitteln Wertschätzung und stärken dadurch die Kundenbindung
  • Der Erfolg von Print-Mailings lässt sich mit den richtigen Tracking-Methoden zuverlässig messen – während Online-Aktivitäten mit Cookie-Consent-Tools immer weniger nachzuvollziehbar sind. 

 

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Online-Marketing-Trends 2022

Das Team der Blog-Website „HubSpot“ führt jährlich eine Umfrage durch, um einen Leitfaden für Unternehmen in der Werbebranche zu entwickeln. 2022 nahmen mehr als 1.000 Fachleute und Führungskräfte aus dem B2B- und B2C-Bereich teil. Grundsätzlich ging es dabei um drei zentrale Fragen:
 
  • Welche Strategien haben die Teilnehmenden im vergangenen Jahr angewendet?
  • Wie erfolgreich waren die jeweiligen Strategien?
  • Welche Strategien werden die Teilnehmenden weiterhin anwenden, ausbauen oder neu ausprobieren?
 
Die Antworten wurden quantitativ ausgewertet, woraus sich wiederum aktuelle Trends im Marketing ableiten ließen. Die wichtigsten Ergebnisse haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst. 

 

 
 

Trend No.1: Influencer-Marketing

Was bis vor kurzem noch als ein flüchtiges Phänomen belächelt wurde, ist längst zu einem milliardenschweren Geschäftszweig herangewachsen: Influencer, also Personen mit großer Reichweite auf Social Media (insbesondere Instagram), können das Konsumverhalten ihrer Follower erheblich beeinflussen. Das erkennen immer mehr Unternehmen und nutzen Kooperationen, um Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. In der HubSpot-Umfrage stuften 57 Prozent der Fachleute den Trend zum Influencer-Marketing als effektiv ein. Darunter gaben 46 Prozent an, dass sie 2022 das Budget für Influencer-Kooperationen erhöhen werden.  

Trend No.2: Multimedia-Marketing

Content ist nach wie vor King – aber welcher Content bei Nutzern am besten ankommt, verändert sich ständig. 2021 machte deutlich, dass neben dem klassischen Text vor allem zwei Medienformate an Bedeutung gewinnen. 

Video-Content

In Zeiten von TikTok, YouTube und Co. lautet die Devise: Je kürzer, desto besser. Ein Drittel der von HubSpot Befragten investieren bereits in Kurvideos, wobei davon rund 90 Prozent weiterhin auf den Marketing-Trend setzen werden. Allgemein stuften 76 Prozent der Fachleute, die Videos für Werbezwecke nutzen, dieses Format als das erfolgreichste ein. 

Audio-Content

Von True Crime über Comedy bis hin zu Paartherapie – Podcasts sind beliebter denn je. Dass reine Audio-Formate großen Anklang finden, machte der Hype um die Chatroom-App „Clubhouse“ im Sommer 2021 einmal mehr deutlich. Neben Influencern greifen auch namhafte Unternehmen diesen Marketing-Trend auf. So hat beispielsweise die Deutsche Post den Podcast „Ein-Mail-Eins“ ins Leben gerufen, um interessierte Hörer mit spannenden Insights rund um Print-Mailings zu versorgen. 

 
 

Trend No. 3: Mobile first

Wenig überraschend, aber dennoch nicht zu unterschätzen: Mobile Endgeräte sind weiterhin auf dem Vormarsch. Aktuell machen Smartphones und Co. mehr als die Hälfte des Traffics auf Websites aus – Tendenz steigend. Das liegt hauptsächlich daran, dass Millennials und die Generation Z nach wie vor an Kaufkraft gewinnen. Um diesen Zielgruppen ein bestmögliches Erlebnis auf jedem Display zu bieten, setzen moderne Unternehmen auf „Mobile first“. Dieser Marketing-Trend spiegelte sich auch in der HubSpot-Umfrage wider: 84 Prozent der Fachleute, die bereits in mobiles Webdesign investieren, werden 2022 den gleichen oder sogar einen höheren Betrag dafür ausgeben. Kein Wunder – immerhin stuften über 60 Prozent der befragten SEO-Experten die Optimierung für Mobilgeräte als effektivste Maßnahme ein. 

 
 

Trend No. 4: Pull statt Push

Letzten Endes geht es beim Marketing immer darum, potenzielle Kunden zu einem Kauf anzuregen. Wie das am besten gelingt, hängt allerdings vom Kontext und der Zielgruppe ab. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Strategien:
 
  • Push-Marketing zielt darauf ab, Käufe auf möglichst direktem Weg zu generieren. Typische Maßnahmen sind beispielsweise Plakate und Flyer, Rabattangebote, Newsletter oder Werbebanner auf Websites. Dadurch sollen Kunden häufig auf bislang unbekannte Produkte oder Angebote aufmerksam werden. 

  • Pull-Marketing (auch Inbound-Marketing genannt) spricht Kunden dagegen auf indirektem Weg an. Der Fokus liegt hier auf Interessenten, die bereits wissen, was sie brauchen. Um dieser Zielgruppe die Kaufentscheidung zu erleichtern, können Unternehmen informativen Content zur Verfügung stellen – etwa in Form von Ratgeber-Artikeln, YouTube-Videos oder Whitepaper-Downloads. So stoßen Nutzer im Idealfall „rein zufällig“ auf interessante Angebote, wenn sie beispielsweise über Google nach Produkten oder Informationen suchen. 
 
Aktuell geht der Trend im Content-Marketing verstärkt Richtung Pull. Vor allem online sind wie tagtäglich einer regelrechten Flut an Werbeanzeigen ausgesetzt. Das hat dazu geführt, dass Konsumenten immer kritischer werden und vor einem Kauf erst einmal gründlich recherchieren. Wer Kunden überzeugen will, muss also hochwertige Inhalte und schlagkräftige Argumente liefern. Insbesondere die Suchmaschinenoptimierung wird daher ein entscheidendes Marketing-Tool bleiben. So gaben in der HubSpot-Studie über 60 Prozent der Befragten an, dass SEO-Maßnahmen zur Steigerung der Sichtbarkeit höchste Priorität haben. 
 

 

 
 

Trend No. 5: Marketing-Automation

Es ist kein Geheimnis, dass die digitale Transformation Fahrt aufnimmt. Vieles, was vor ein paar Jahren noch von Hand erledigt werden musste, können heute digitale Technologien übernehmen. So auch im Marketing: Der Trend hin zur Automatisierung wird sich aller Voraussicht nach weiter durchsetzen. Das hat gute Gründe: Mithilfe von Marketing-Automation können Unternehmen ihre Kunden gezielter ansprechen, Leads schneller qualifizieren und präzise Analysen durchführen. Es überrascht daher nicht, dass 70 Prozent der von HubSpot befragen Fachleute bereits automatisierte Prozesse im Marketing nutzen. 

Trend No. 6: Marketing mit Verantwortung

Last but not least nannte HubSpot einen weiteren Trend, der unaufhaltsam in den Mainstream rückt und von dem wir zweifellos alle profitieren können: Verantwortungsbewusstsein. Die Krisen der vergangenen Jahre – Klimawandel, politische Unruhen und nicht zuletzt die Pandemie – haben die Öffentlichkeit in vielerlei Hinsicht „aufgerüttelt“. Je mehr Werte wie soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz in den Fokus rücken, desto kritischer hinterfragen wir Produkte, die wir kaufen. Wer sich gegen die Konkurrenz durchsetzen will, muss also moralisches Rückgrat beweisen. Dementsprechend sind Unternehmen zunehmend darum bemüht, sich als verantwortungsvoll und vertrauenswürdig zu präsentieren. Zugebenen – dieser Marketing-Trend macht es oft schwierig, zwischen authentischen Botschaften und „Greenwashing“ zu unterscheiden. Aber dass Diversität und Nachhaltigkeit zum „goldenen Standard“ geworden sind, ist zweifellos ein Schritt in die richtige Richtung.  

 

 
 

Marketing-Trends der Zukunft

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Es bleibt spannend. Für Marketing-Experten stellt sich natürlich insbesondere die Frage, welche Entwicklungen über das Jahr 2022 hinaus zu erwarten sind. Hierzu lieferte die aktuelle Deloitte-Studie einige aufschlussreiche Insights. Deloitte, ein internationales Beratungsunternehmen der Wirtschaftsbranche, befragte mehr als 1.000 Führungskräfte und 11.5000 Verbraucher aus verschiedenen Ländern. So identifizierte das Unternehmen drei übergreifende Marketing-Trends, die gleichzeitig als Prognosen und als Maximen für die Werbebranche der Zukunft dienen: 
  1. Menschlichkeit im Mittelpunkt
    Immaterielle Werte und Missionen werden weiter an Bedeutung gewinnen – für Werbetreibende ebenso wie für Konsumenten.

  2. Aufbau neuer Daten-Infrastrukturen
    Anstelle von Third-Party-Cookies werden künftig First-Party-Strategien den Markt bestimmen. 

  3. Dynamische Customer Journeys
    Online und offline, remote und vor Ort, persönlich und automatisiert – Kundenerlebnisse werden zunehmend hybrid. 

 

 


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